7. – 8. Schuljahr

Elona Gutschlag

Marktcheck zum Toilettenpapier

Nachhaltig mit dem Papier im Alltag umgehen

Heute beginne ich den Unterricht mit einem ungewöhnlichen Unterrichtsmaterial: Nach der Begrüßung halte ich zwei verschiedene Rollen Toilettenpapier in den Händen. Ich brauche nichts weiter zu sagen. Es dauert nur ein paar Sekunden und meine Schülerinnen und Schüler fangen an zu lachen. Einige stellen lachend doppeldeutige Fragen wie: „Ist jemand heute nicht ganz dicht? oder „Was ist das für eine Sch...? Ich kenne meine Klasse und weiß, dass hier alle sehr gern lachen. Ich habe ihre Reaktion erwartet und freue mich umso mehr, dass wir dieses ernste Thema zum nachhaltigen Umgang mit Papier im Alltag sehr humorvoll anfangen können.
Die Schülerinnen und Schüler sind jetzt ganz motiviert und möchten erfahren, weshalb ich ihnen diese Toilettenpapierrollen zeige (siehe Abb. 1 ). Ich frage sie, ob sie eine Vorstellung haben, wie viele solcher Rollen sie in einem Jahr verbrauchen.
Wie hoch ist unser Verbrauch an Toilettenpapier?
Erst melden sich Pia und Max und sagen, dass das wohl nicht so leicht zu beantworten ist. Es hängt davon ab, wie viel auf der Rolle ist, wie viel man jedes Mal benötigt und ob man krankheitsbedingt einen höheren Gebrauch als andere Toilettengänger hat. Andere Schülerinnen und Schüler stimmen den beiden zu. Pia und Max möchten den jährlichen Verbrauch an der Tafel für die anderen visualisieren. Dabei berücksichtigen sie die Antworten der Mitschülerinnen und Mitschüler und ergänzen diese in einer Tabelle. Spezielle, von Magen-Darm-Krankheiten geprägte Toilettenaufenthalte werden nicht berücksichtigt.
In der Tabelle wird der unterschiedliche Toilettenpapierverbrauch für das kleine und große Geschäft nicht explizit unterschieden was aber möglich wäre. Außerdem wird in der Tabelle zum leichteren Verständnis der Toilettenpapierverbrauch in Blättern angeben (siehe Tab. 1 ).
Ähnliche Ergebnisse könnten wir als Alternative auch durch das Wiegen der Menge an Toilettenpapier erhalten. Dafür hätten die Schülerinnen und Schüler vorher eine bestimmte Menge an Blätter, die ihren Tagesbedarf darstellen, festlegen und dann davon die Masse bestimmen müssen. Außerdem müssten sie noch die Masse einer neuen Toilettenpapierrolle bestimmen. Es gilt dann für den Verbrauch an Blättern:
JV = TV · 365
mit
JV:Jahresverbrauch in g,
TV:Tagesverbrauch in g.
RJV=JVRM
mit
RJV:Rollenverbrauch im Jahr,
RM:Masse einer neuen Rolle in g.
Da ich aber nicht möchte, dass bei diesen Abschätzungen Papier auch kein Toilettenpapier verschwendet wird, reicht es völlig, gemäß der ersten Vorgehensweise den Verbrauch pro Tag in Blättern abzuschätzen. Schließlich steht auf jeder Verpackung von Toilettenpapierrollen, wie viele Blätter pro Rolle enthalten sind, und diese Informationen können dementsprechend in die Berechnung miteinbezogen werden.
Jetzt melden sich noch mehr Schülerinnen und Schüler und geben zu bedenken, dass die Ergebnisse in der Tabelle nicht nur krankheitsbedingt anders aussehen könnten, sondern auch je nachdem, wie viele Blätter in einer Rolle enthalten sind und wie viele Lagen das Toilettenpapier hat. Die Diskussion geht jetzt richtig los. Es werden mehrere Marken von Toilettenpapier, die sie kennen, sowie deren Besonderheiten genannt.
Welche Toilettenpapiere gibt es?
Damit alle Schülerinnen und Schüler aktiv an dieser Diskussion teilnehmen können, teile ich jetzt das Arbeitsblatt 1 aus. Hier werden sie unter anderem dazu aufgefordert, in Gruppenarbeit weitere Bezeichnungen für Toilettenpapier sowie ihr Wissen und ihre Erfahrungen zum...

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